Chronik
Chronik der Freiwilligen Feuerwehr Lahnstein
Oberlahnsteiner Feuerwehr, gegründet 1872
Auf Sonntag den 25. Februar d.J. ist eine nochmalige Versammlung im Saale des Hotel Stolzenfels auf Nachmittags 3 Uhr anberaumt, um eine Freiwillige Feuerwehr zu gründen. Es wäre sehr zu wünschen, daß die Anzahl der Erscheinenden 200 Mann betragen würde, um in allen Theilen der Feuerwehr vollständige Organisation vornehmen zu können. Der Gemeinde-Vorstand hat uns für gute Maschinen (Spritzen) gesorgt und wird auch ferner die geringe Kosten für Anschaffung noch einiger Feuerwehr-Utensilien nicht scheuen, um uns vollständig auszurüsten. Daß wir Arbeitskräfte hier genug haben, hat sich bei den vielen Bränden, welche uns unglücklicher Weise im vorigen Jahre betroffen, bewiesen, indem jeder Brand auf seinen Heerd beschränkt blieb. Wenn jetzt eine Feuerwehr errichtet wird, so hört bei künftigen Bränden die bisherige Unordnung, welche beim Löschen, Retten ec. Bestand, auf, und es hat alsdann ein jeder seinen angewiesenen Platz und das mühsige Umherstehen und Hindern am Löschen und Retten wird beseitigt. Dann werden wir gewiß uns selbst helfen können, wenn das Unglück hereinbricht, ohne auf andere Hülfe warten zu müssen. Ich lade nun hiermit nochmals alle Lusttragende und dazu Beisteuernde im Ramen des provisorischen Komitees höflichst ein, zahlreich zu erscheinen.Nachschrift. Auf Wunsch von vielen sich bei der zu bildenden Feuerwehr Betheiligende, wurde das Versammlungs-Lokal nach der heutigen Einladung abgeändert und in den Saal des Herrn Friedr. W. Müller verlegt.
Oberlahnstein, den 22. Februar 1872
H. Keßler
Gründungsaufruf im „Lahnsteiner Anzeiger“ (Rhein-Post)
Der Wehrgedanke der Oberlahnsteiner Bürger gegen Feuer und andere Gefahren ist schon so alt wie die Stadtgeschichte selbst. Bereits im Mittelalter bestand in Oberlahnstein eine Pflichtfeuerwehr. Alljährlich wurden durch das Gericht die Schornsteine besichtigt und am Dingtag die Baufälligkeit gerügt. Im Jahre 1656 befahl der Stadtrat, daß alle mit Stroh gedeckten Dächer, die noch auf den Ställen waren, abzureißen seien. Zu Ende des 18.Jahrhunderts fanden sich nur noch auf einigen städt. Höfen Strohdächer, auch diese mußten infolge eines Regierungsbefehls vom 25. Juni 1790 verschwinden.
Bei Ausbruch eines Brandes bewährte sich die militärische Gliederung der Bürger, die ein einheitliches Vorgehen erleichterte, zumal jeder Bürger Eimer, Haken und Leiter besitzen mußte.
Zum Ende des 18. Jahrhunderts besaß die Stadt an Feuerlöschgeräten eine „wenig taugliche Feuerspritze“ und mehrere Handspritzen. Doch beschaffte man eine weitere neue für 200 fl und einen 60 Fuß langen Lederschlauch. Wegen der zweiten Spritze wurde das Spritzenhäuschen unterm Rathaus vergrößert, das daselbst befindliche „Hundehäuschen“ mußte verschwinden. Die beiden Spritzen waren nebst 50 Feuereimern, einer Anzahl Haken und Leitern und einem Leuchter für Pechkränze, das Feuerlöschgerät des Jahres 1816. Im Jahre 1824 wurden nochmals eine neue Spritze und neue Schläuche besorgt, einmal auch Pechfackeln und Kränze sowie Waschbütten mit Röhren. Die Anschaffungskosten und die Entlohnung der drei Spritzenmeister waren alles, was dieser Etat bis 1866 postete. Die Summe schwankt zwischen 19 fl (1820) und 222 fl (1860).
Zum Ende des 18. Jahrhunderts besaß die Stadt an Feuerlöschgeräten eine „wenig taugliche Feuerspritze“ und mehrere Handspritzen. Doch beschaffte man eine weitere neue für 200 fl und einen 60 Fuß langen Lederschlauch. Wegen der zweiten Spritze wurde das Spritzenhäuschen unterm Rathaus vergrößert, das daselbst befindliche „Hundehäuschen“ mußte verschwinden. Die beiden Spritzen waren nebst 50 Feuereimern, einer Anzahl Haken und Leitern und einem Leuchter für Pechkränze, das Feuerlöschgerät des Jahres 1816. Im Jahre 1824 wurden nochmals eine neue Spritze und neue Schläuche besorgt, einmal auch Pechfackeln und Kränze sowie Waschbütten mit Röhren. Die Anschaffungskosten und die Entlohnung der drei Spritzenmeister waren alles, was dieser Etat bis 1866 postete. Die Summe schwankt zwischen 19 fl (1820) und 222 fl (1860).
fl= florentinischer Gulden (Florian genannt), war bis 1870 in mehreren europäischer Ländern Währung.
Der Feuerspritzenmeister, der vordem 6 fl erhalten hatte, bekam seit 1816 9 fl. Später wurden die Spritzenmeister von der Stadt besoldet und zwar einer mit10 fl, zwei mit 6 fl (1845). Diese Eintragungen datieren bis 1866 im Stadtarchiv zu Oberlahnstein.
Im Jahre 1872 schlossen sich eine Anzahl Männer unter Führung des Herrn Philipp Kunz zusammen, um auf freiwilliger Basis den Brandschutz für die Gemeinde zu gewährleisten. 1875 wurde Herr Ludwig Böhm zum 1.Hauptmann der Wehr ernannt. Um die Jahrhundertwende übernahm der derzeitige Bautechniker Josef Zell die Führung bis 1921. Von da ab übernahm der Fabrikbesitzer Herr Heinrich Kessler als Branddirektor die Geschäfte der Wehr. Im Jahre 1925 wurde die 1. Motorspritze angeschafft. Das war für die damalige Zeit eine Neuerung von besonderer Beachtung, denn bis zu dieser Zeit war das Hydrophor (Saugfeuerspritze) die einzige Möglichkeit, größere Mengen Wasser zu bewegen. Bei einem Großbrand am 6./7.Juli 1927 in der Papierfabrik Leikert, Oberlahnstein, kam die Motorspritze voll zum Einsatz. Branddirektor Kessler legte im November 1932 sein Amt als Wehrleiter nieder. Die vorläufige Leitung übernimmt der bisherige 2. Kommandant, Herr W. Lindner.
Der seinerzeitige Stadtbaumeister, Bau-Obersekretär, Herr Karl Hoppe wird am 25. Juli 1933 zum 1. Kommandanten ernannt. Bei einem Großbrand am 5./6. August 1933 wird der städtische Schuppen in der Südallee mit der darin befindlichen Kehrmaschine Sauerwein ein Raub der Flammen. Im Jahre 1934 wird das erste Fahrzeug angeschafft. Ein Omnibus, der von den Wehrmännern als Leiter- und Mannschaftswagen umgebaut wird. 1941 bekommt die Wehr dann das erste Lösch-Fahrzeug (LF 15) und 1943 das zweite (LF 8).
In den Kriegsjahren folgten Einsatz auf Einsatz. In unermüdlichem Einsatz versuchten die Wehrmänner zu retten, was zu retten war. Im Gerätehaus waren Tag und Nacht zwei Mann Wache, damit die Fahrzeuge sofort einsatzbereit waren und sofort nach Eintreffen der Bedienungsmannschaften ausfahren konnten. In den Jahren 1943 und 1944 wurde Oberlahnsteins Wehr des öfteren nach auswärts beordert. Die Löschzüge wurden im Rahmen einer 300 Mann starken Feuerbereitschaft, die 13 Motorfahrzeuge umfaßte, in Darmstadt, Frankfurt/Main, Koblenz und Niederlahnstein eingesetzt.
Da die wenigen Männer der durch zahlreiche Bombenwürfe verursachten Brände nicht mehr Herr werden konnten, wurden auch Frauen zum Feuerlöschdienst herangezogen. Zirka 30 Feuerwehr-Helferinnen versahen ihren Dienst. Sie wurden als Melderinnen bei Ausfall der Sirenen, sowie zum Verlegen der Schlauchleitungen eingesetzt. Nachdem Wehrleiter Hoppe 1944 zum Felddienst abberufen wurde, übernahm der bis dato stellv. Leiter, Herr Gastwirt Karl Schoth, das Kommando.
Die Bombenangriffe alliierter Flugzeuge auf Oberlahnstein in den Monaten November/Dezember 1944 zerstörten die Stadt zu 60 Prozent. Viele Menschenleben waren zu beklagen. Das Gerätehaus Ecke Schulstraße/Hintermauergasse wurde bis auf die Grundmauern zerstört. Sämtliches wertvolle Material und Gerätschaften gingen bei diesem Inferno unter. Lediglich die Fahrzeuge LF 15 und LF 8 blieben verschont, da sie sich zur Zeit im Einsatz befanden. Tag und Nacht waren die Männer und Frauen der Feuerwehr im Einsatz, um in freiwilliger Pflicht dem Nächsten zu helfen. Oft war es nicht möglich, ihre eigenen Angehörigen zu retten, da sie auf dem Platz ausharren mußten, auf den sie gestellt wurden. In diesen schweren Tagen hat sich die Mädelgruppe der Wehr unter Leitung von Löschmeister Paul Lambrich hervorgetan.
Diejenigen Geräte, welche noch verblieben waren, wurden aus taktischen Gründen im Außenbereich der Stadt in Bereitschaft gehalten. Doch es sollte nicht der letzte Verlust sein. Während des Artillerie- beschusses durch die Amerikaner brannte das LF 15 an der Villa Lessing vollkommen aus. Das LF 8 wurde durch Granatsplitter erheblich beschädigt. Den Rest plünderte man während des Einmarsches der Amerikaner aus, so dass der Feuerwehr nur noch das nackte Fahrzeug verblieb.
Der Krieg hatte große Wunden gerissen. Viele Kameraden blieben auf dem Schlachtfeld, viele vermisst oder in Gefangenschaft. Die Oberlahnsteiner Feuerwehr war dem Untergang geweiht, jedoch die Gefahren und Brandfälle erforderten eine schlagkräftige Wehr, die in den Räumen der ehemaligen Markthalle Salhof eine neue Heimat fand. So wurde im Jahre 1946 Paul Lambrich zum Wehrleiter durch die Stadt berufen. Damit wurde ihm eine sehr schwere Aufgabe gestellt. Viele seiner Kameraden hatten durch Enttäuschungen mannigfacher Art den Mut verloren. So suchte er junge Menschen zu gewinnen und für den guten Gedanken zu begeistern. Und er fand sie. Junge Menschen, die an die Zukunft glaubten, die mithelfen wollten, den Bürgern in der Not zu helfen und ein neues Vaterland aufzubauen. Am 28. Dezember 1946 wurde die Freiwillige Feuerwehr Oberlahnstein wieder ins Leben gerufen. Mit der Unterstützung der Kameraden Hans Jäger und Wilhelm Altmann und dem Elan der jungen Männer ging es wieder an den Aufbau der Wehr. Die ersten Einsätze wurden mit einem Hydrantengerät im Laufschritt durch die Stadt bewältigt. Für Löschzwecke waren über 100 Hydranten eingerichtet. Das LF 8 wurde repariert und stand bald wieder zu Verfügung. Schläuche und persönliche Ausrüstungsgegenstände wurden zusammengetragen. Im Jahre 1949 wurden ein gebrauchtes LF 15 von Rockenhausen/Pfalz und eine Drehleiter von Bad Ems erworben. Nun ging es wieder aufwärts.
Eine Wettkampfgruppe wurde ausgebildet, die im Jahre 1950 bei den Feuerwehrwettkämpfen des Landes Rheinland-Pfalz in Kirchheim-Bolanden den dritten, 1951 den vierten und im Jahre 1952 auf dem Landesfeuerwehrtag in Kreuznach wiederum den vierten Platz belegte. Die Zahl der aktiven Wehrmänner stieg auf 25 an. Bei zahlreichen Einsätzen, wobei besonders die Brände von 1949: bei der Getreidefirma Fuchs, in der chem. Fabrik Bollinger, Kloster Bornhofen, 1953: Werkshalle der Firma Schaumgummi-Werke „Condor“, 1957: Ton- und Dachziegelwerk Edelhoff KG, 1958: Domäne Marienberg und die Werkshalle der Didierwerke erwähnenswert sind, hat sich die Wehr besonders bewährt. Im Jahre 1958 übernahm die Wehr das LF 15 des Loreleykreises. Gleichzeitig löste Josef Schwan den aus gesundheitlichen Gründen aus dem Feuerwehrdienst ausscheidenden Wehrleiter Paul Lambrich ab.
Unter der Schirmherrschaft von Ministerpräsident Dr. Peter Altmeier feierten die Wehrmänner vom 19. bis 21. Mai 1962 das 90-jährige Bestehen der FFO, verbunden mit dem Kreisfeuerwehrtag des Loreleykreises. Zu diesem Jubiläum gratulierten zahlreiche Gäste aus Nah und Fern. Gleichzeitig wurde das langersehnte neue Feuerwehrgerätehaus in der Braubacher Straße eingewiehen. Es wurde nach den neuesten Erkenntnissen und Erfordernissen der damaligen Zeit unter Anregungen und Mitwirkung der Floriansjünger geplant und gebaut.
Auf Initiative von Wehrleiter Josef Schwan erbauten 8 Feuerwehrmänner in Eigenleistung die Siedlung St. Florian. Die Kombination Feuerwehrgerätehaus mit Wohnsitz der Feuerwehrmänner in unmittelbarer Nähe fand in einer landesweiten Fernsehausstrahlung Anerkennung, und die Idee wurde von anderen Stützpunktwehren aufgenommen.
In den 60er Jahren wurden 2 Tanklöschfahrzeuge (TLF 16) und ein Löschfahrzeug (LF 16 TS) in Dienst gestellt. Von 1962 bis 1970 hatte die Feuerwehr 373 Einsätze. Die Höhe der Schadenssumme in dieser Zeit betrug DM 6.326.000,--. Besonders hervorzuheben sind 1962 die Großbrände bei der Firma Edelhoff in Friedrichssegen, Kunststoffwerk Philippine und auf der Domäne Schlaghecken in Osterspai.
Am 30.05.1963 brannte das Kunststoffwerk Philippine innerhalb 12 Minuten fast vollständig nieder, nur die „Opel“-Fabrikationshalle konnte gehalten werden. Bei dem Brand waren auch zahlreiche andere Feuerwehren eingesetzt.
Es entstand ein Sachschaden von 4,8 Millionen DM.
Es entstand ein Sachschaden von 4,8 Millionen DM.
Um den Nachwuchs zu fördern, wurde im Jahr 1969 die Jugendfeuerwehr Oberlahnstein gegründet. Als einer der ersten im damaligen Regierungsbezirk Montabaur gehörten ihr 17 Jungen im Alter zwischen 14 und 17 Jahren an. Als Jugendfeuerwehrwart und Ausbilder stellten sich die Kameraden Oberbrandmeister Hans Eibel und Brandmeister Jürgen Schröder zur Verfügung.
Niederlahnsteiner Feuerwehr, gegründet 1878
Die Gründungsgeschichte beginnt mit einem Aufruf an die Bevölkerung von Niederlahnstein wie folgt:
Freiwillige Feuerwehr
Nachdem ich durch den heutigen Beschluß des Gemeinderates über Anschaffung einer Saugspritze in den Stand gesetzt bin, eine Freiwillige Feuerwehr zu organisieren und das Material hierzu bereits gesammelt ist, ersuche ich alle Diejenigen, welche sich für eine Feuerwehr interessiren, sich zur Besprechung hierüber am Sonntag den 12. d. Mts., Mittags 4 Uhr, in dem Saale der Frau Mathias Rosenbach Witwe hier zu versammeln. Der Gegenstand ist von solcher Wichtigkeit, dass ich auf allseitiges Erscheinen rechnen darf und richte ich namentlich an die jüngeren Handwerker, welche als aktive Mitglieder eintreten können, das dringende Ersuchen, sich recht zahlreich einzufinden.
Niederlahnstein, den 8. Mai 1878
Der Bürgermeister, Strobel
Niederlahnstein, 13. Mai (Feuerwehr)
Die auf Sonntag den 12. b. in den Saal der Frau Mathias Rosenbach Witwe zur Bildung einer freiwilligen Feuerwehr berufene Versammlung war eine sehr zahlreiche. Nachdem Herr Bürgermeister Strobel in wahren Worten die Notwendigkeit einer freiwilligen Feuerwehr namentlich auch im Hinblick auf die veränderten Verhältnisse und die Aufsicht auf eine bessere Zukunft Niederlahnsteins hervorgehoben hatte, meldeten sich sofort 70 Personen zum Eintritt. Dieses Resultat ist ein sehr erfreuliches, besonders wenn man bedenkt, dass noch mancher junger Mann dem guten Beispiel der Angemeldeten folgen dürfte. Das so constituirte Corps wählte hierauf sofort eine Kommission von 5 Mitgliedern zur Beratung des Entwurfes der Statuten, welche in einer auf den kommenden Sonntag in den Saal des J. Kaufmann anberaumten 2. Versammlung endgültig festgestellt werden sollen. Wir wünschen der jungen Feuerwehr ein gedeihliches Fortkommen und sind überzeugt, dass ein Jeder durch freiwillige Beiträge, zu welchem Zwecke demnächst eine Liste circulieren soll, hierzu nach Kräften beitragen wird.
Aus diesem Bericht ist zu schließen, dass die Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Niederlahnstein auf die Versammlung am 12. Mai 1878 zurückgeht, da u. a. vermerkt ist:
„....meldeten sich sofort 70 Personen zum Eintritt......... Das so constituierte Corps wählte hierauf sofort eine Commission von 5 Mitgliedern zur Berathung des Entwurfs der Statuten.....“
Außerdem wurden zur nächsten Versammlung bereits die Mitglieder angesprochen:
Freiwillige Feuerwehr
Die Mitglieder werden nochmals darauf aufmerksam gemacht, dass am Sonntag den 19. d. Mts., Nachmittags 4 Uhr, im Saale des Herrn J. Kaufmann die 2te Versammlung abgehalten wird.
Tagesordnung: 1) Prüfung und Festsetzung der entworfenen Statuten
2) Aufnahme neuer Mitglieder
Niederlahnstein, den 17. Mai 1878 Der Bürgermeister, Strobel
Obwohl schon laufend Übungen der Freiwilligen Feuerwehr stattfanden, war offensichtlich der „Bürokratismus“ schon damals eine schwer zu nehmende Hürde, denn erst am 15.8.1878 kam es zur nächsten Mitgliederversammlung mit der Wahl des Vorstandes und der Einteilung der Mannschaften.
Bereits am 13.10.1878 fand die erste Generalversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Niederlahnstein statt.
Unter der Führung des ersten Kommandanten Baumeister Rings war 1878 die Freiwillige Feuerwehr Niederlahnstein einsatzbereit.
Die Gründung ist vorrangig dem energischen Wirken des damaligen Bürgermeisters Strobel zu verdanken, denn bis dahin lag das Feuerlöschwesen in der Stadt Niederlahnstein sehr im Argen. Die Stadt wurde häufig von Bränden heimgesucht, die ganze Häuserkomplexe einäscherten. Die vorhandenen Löschgeräte waren selbst für die damalige Pflichtfeuerwehr völlig unzureichend, so dass sich der Gemeinderat bereits im Jahre 1870 mit der Anschaffung einer dringend benötigten Saugspritze befasste. Jedoch vollzog sich im Mai 1878 zuerst die Gründung der Freiwilligen Feuerwehr, langwierige Verhandlungen im Gemeinderat und mit Lieferfirmen führten endlich auch zur Anschaffung einer Saugspritze im Jahre 1886. Die Aufzeichnungen erhalten auch den Hinweis, dass Dank der Opferbereitschaft der Gemeinde und Privaten, von welchen besonders die Direktion der Hohenrheiner Hütte wegen einen namhaften Betrages von 150,00 RM rühmende Erwähnung verdient, die Mittel zur Beschaffung der Uniformen und Ausrüstungsgegenstände zusammengebracht wurden.
In den folgenden Jahren waren es die Kommandanten Rings 1878-1897, Kirchberger 1897-1908, Stockmann 1909-1919, die ihr Wirken voll in den Dienst der Sache stellten, die Ausbildung der Wehrmänner vollzogen und die Ausrüstung verbesserten. Dies wurde weitergeführt unter dem Kommandanten Stadtbaumeister Franz Lock und dem stellvertr. Kommandanten Wilhelm Breitenbach, die beide von 1919-1945 dieses Ehrenamt bekleideten. In diesen Jahren erlebte die Wehr einen weiteren Aufschwung, wobei u. a. im Jahre 1924 dann der Freiwilligen Feuerwehr eine Wasserwehr angegliedert wurde, da die immer häufiger auftretenden Hochwasserkatastrophen, von denen Niederlahnstein besonders betroffen war, einen organisierten Hochwasserschutz erforderten.
Die Freiwillige Feuerwehr erhielt ab dann die Bezeichnung
„Freiwillige Feuer- und Wasserwehr Niederlahnstein“
Während der Amtszeit des Wehrleiters Fassbender (1953-1959), hauptberuflicher städtischer Vorarbeiter, fand im Zuge organisatorischer Maßnahmen, die Verlagerung der Aufgaben und der Gerätschaften der Wasserwehr auf den städtischen Bauhof statt. Der Hochwasserdienst wird seit einigen Jahren dann auch vom Stadtbauamt geleitet und von der städtischen Bauhofkolonne wahrgenommen. Nach wie vor ist jedoch ab einem gewissen Hochwasserstand der Einsatz der Freiw. Feuerwehr unerlässlich. Ab diesem Zeitpunkt werden heute diese Einsätze zentral von der Feuerwehreinsatzzentrale Wache Nord gesteuert und alle Hilfseinheiten zum Einsatz gebracht.
Zurückblickend auf die unrühmliche Zeit des letzten Krieges, in die viele Wehrkameraden eingezogen waren, muss mit Bewunderung festgestellt werden, dass die Wehr dennoch einsatzfähig blieb. Die damals aktiven Wehrmänner, zu denen auch die Kameraden der heutigen Alterskameraden gehörten, waren nach Fliegerangriffen ständig im Einsatz und mussten außerdem in Nachbargemeinden und sogar in verschiedenen Großstädten z.B. Kassel, Frankfurt u. a. ihre Einsatzfähigkeit unter Beweis stellen. Diese Männer waren Leitbilder der nachfolgenden Jugend, die unter der Wehrführung von Hans Knoche und Jakob Fassbender sowie Theo Prüm in den 50er Jahren zur Feuerwehr stießen.
Mit der Ernennung des damals 26jährigen Johannes Sturmes im Jahre 1959 zum Wehrleiter der Freiwilligen Feuerwehr Niederlahnstein vollzog sich ein Generationswechsel. Er führte eine junge Truppe, die ihre erste Ausbildung noch von erfahrenen Wehrmännern erhalten hatte, zu einer neuen schlagkräftigen Wehr zusammen. Während seiner Amtszeit 1959-1974 vollzog sich weitgehend die Technisierung auch der Feuerwehr Niederlahnstein. Damit wurden die Wehrmänner ständig vor neue Aufgaben gestellt, die immer mehr Ausbildung und Bereitsein erforderten.
ab 1969 Gemeinsame Feuerwehr Lahnstein,
Im Zuge der Zusammenlegung der beiden Städte Ober- und Niederlahnstein entstand im Jahre 1969 die Freiwillige Feuerwehr Lahnstein. Im guten Einvernehmen führten die beiden Wehrleiter Josef Schwan und Johannes Sturmes zunächst gemeinsam die Wehr. Fortan wurden die beiden Gerätehäuser als Wachen Süd und Nord bezeichnet. Das Eigenleben und die Tradition jeder Wache blieben bestehen. Die innerbetrieblichen Entscheidungen fällt ein gemeinsamer Ausschuss.
Die Jahre 1970/71 erforderten von den Wehrmännern eine hohe Einsatzbereitschaft: Das große Hochwasser, das die Hilfskräfte 8 Tage und Nächte an die Einsatzstelle band, die Trinkwasserversorgung des Ortsteiles Friedrichssegen, die Schiffshavarie eines Öltankers, ein gesunkenes Wohnschiff, Hochwassereinsatz in Miehlen/Taunus, Hilfeleistung in St. Goarshausen nach den Verwüstungen durch den Forstbach, Sturmschäden im Stadtgebiet Oberlahnstein, Ölbekämpfung im Hafen und zahlreiche Verkehrsunfälle.
Mehrere Großbrände hielten die Feuerwehrmänner in Atem: Papierlagerbrand der Feldmühle AG, Großbrände bei den Firmen Schröder & Stadelmann, Maschinenfabrik Otto Kaiser und Zschimmer & Schwarz, Güterwagenbrand auf dem Güterbahnhof, Waldbrand in Kamp-Bornhofen.
Das 100-jährige Bestehen der Wache Süd wurde im Mai 1972 zusammen mit den Kameraden aus den Partnerstädten Vence/Frankreich und Kettering/England gefeiert. Die englischen Kameraden brachten sogar ein Tanklöschfahrzeug mit und beteiligten sich tatkräftig an den Schauübungen. Ein bunter Abend in der Rhein-Lahn-Halle war der Höhepunkt des Festes. Diese gemeinsamen Stunden waren die Basis für Gegenbesuche bei den europäischen Freunden.
Ein kompletter Wechsel der Führungskräfte stand an. Brandoberinspektor Hans Eibel übernahm im Juli 1972 die Leitung der Wache Süd. Mit Wirkung vom 01.01.1974 wurde Johannes Sturmes zum Wehrleiter der Stadt Lahnstein ernannt und ihm damit die Gesamtleitung der Feuerwehr Lahnstein übertragen. Zu seinem Stellvertreter wählte die Mannschaft Hans Eibel. Gleichzeitig wurde Josef Schwan aus seinem Amt verabschiedet. In den 16 Jahren seiner Tätigkeit an der Spitze der Wehr war er maßgeblich an der Umsetzung der Planung bis zum Neubau des Feuerwehrgerätehauses und der Siedlung St. Florian beteiligt. Viele seiner Ideen wurden beim Bau realisiert. Kamerad Hans Kalb übernahm von dem Jahr 1974 bis zum Jahre 1980 die Leitung der Wache Nord.
Mit der Einführung der Kreisausbildung wurde Kamerad Johannes Sturmes im Januar 1976 vom Landrat mit der Leitung der Schulung beauftragt. Die Ausbildung zum Truppmann, Truppführer, Tragkraftspritzenmaschinist und Sprechfunker waren ab diesem Zeitpunkt vereinheitlicht.
Das Arbeitsgebiet der Feuerwehr erweiterte sich in den nächsten Jahren um den Bereich „technische Hilfe“. Diese Entwicklung erforderte eine neue gesetzliche Grundlage und wurde mit dem „Landesgesetz u¨ber den Brandschutz und technische Hilfe“ vom 01. Juli 1974 geschaffen.
Im Jahre 1977 wurde der Gerätewagen „Technische Unfallhilfe“, sowie der Gerätewagen „Öl“ in Dienst gestellt. Mit diesen Fahrzeugen wurde der Einsatzbereich überörtlich ausgedehnt. Die neuen technischen Errungenschaften „Schere“ und „Spreizer“ retteten schon vielen im Fahrzeug eingeklemmten Personen durch die schnelle Befreiung das Leben. Mit dem Auftrag der Ölschadensbekämpfung wurde der Feuerwehr ein neues Aufgabengebiet zugeteilt. Der junge Kamerad Willibald Busch war maßgeblich an dem Aufbau des kreiseigenen Gefahrstoffzuges beteiligt. Mit der Gründung einer Feuerwehr-Taucherstaffel, sowie der Übernahme der vom Land Rheinland-Pfalz aufgestellten Rettungshundestaffel II, erweiterte sich das Arbeitsgebiet der Feuerwehr um drei neue Facheinheiten. Ein Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF) wurde im Jahre 1979 in den Fuhrpark der Wache Nord eingestellt.
Im Jahre 1979 wurde in der Stadthalle Lahnstein der Kreisfeuerwehrverband des Rhein-Lahn-Kreises gegründet. Den Vorsitz übernahm unser Wehrleiter Johannes Sturmes. Willi Sturmes übernahm im Jahre 1981 die Leitung der Wache Nord. Nach langer schwerer Krankheit verstarb im Sommer 1981 der Wehrleiter der Stadt Lahnstein, Johannes Sturmes. Ein Personalwechsel in der Führungsreihe der Feuerwehr wurde durch den frühzeitigen Tod des geschätzten Kameraden erforderlich. Seine Nachfolge trat Hauptbrandmeister Jürgen Aporta an, der ebenfalls die Funktion des Leiters der Kreisausbildung in Bad Ems übernahm.
Der Landrat des Rhein-Lahn-Kreises bestellte den Wachleiter der Wache Süd, Hans Eibel, zum Kreisfeuerwehrinspekteur. Zu seinem Nachfolger wählten die Kameraden der Wache Süd, Brandmeister Horst Jahn, zum neuen Wachleiter.
Der Fahrzeugpark wurde um zwei Großfahrzeuge erweitert. Dies waren die Drehleiter DL-K 23/12 und das Großtanklöschfahrzeug TLF 24/50. Hierdurch wurde ein Anbau der Fahrzeughalle erforderlich. Im Folgejahr wurde ein Tanklöschfahrzeug (TLF 16/25) in der Wache Nord in Dienst gestellt. Außerdem wurden der Gerätewagen Wasserrettung (GW-W), das Einsatzleitfahrzeug (ELW I), sowie ein Mannschaftstransportfahrzeug (MTW) angeschafft. Das Land Rheinland-Pfalz stellte der Rettungshundestaffel ebenfalls ein Transportfahrzeug zur Verfügung. Der Innenausbau mit Hundetransportboxen und Gerätekästen erfolgte in Eigenleistung.
Kamerad Sturmes Willi gab 1986 die Wachleiterfunktion an seinen Nachfolger, Friedhelm Maxeiner ab. Der Kreis stellte das neukonzeptierte „Messfahrzeug Gefahrstoffe“ (Mef-G) der Gefahrstoffteileinheit Lahnstein zur Verfügung. Im Jahre 1987 wurde das Löschfahrzeug (LF 16 TS) ersetzt. Im Folgejahr wurde der alte GW-Öl durch den „Gerätewagen Gefahrstoffe 2“ (GW-G 2) ersetzt.
Der Umgang mit Strahlenschutzausrüstung und Gerätschaft für gefährliche Stoffe erforderte eine umfassende Ausbildung für die Feuerwehrangehörigen.
Kontinuierlich wurde das Nachrichtenwesen, mit Funkmeldeempfängern für die Feuerwehrmänner, Funkgeräten für die Fahrzeuge und den Nachrichtenzentralen ausgebaut.
Der Kreis stationierte das Mehrzweckboot (MZB) und das Einsatzleitfahrzeug (ELW II) in Lahnstein.
Mit dem Ausscheiden des Wehrleiters Jürgen Aporta im Januar 1988 wurde durch Neuwahl der Zugführer der Wache Süd, Hauptbrandmeister Horst Jahn, als Wehrleiter bestimmt. Die Leitung der Wache Süd übernahm ab Mai des selben Jahres Brandmeister Klaus Gitzen.
Im Jahre 1990 wurde das Löschfahrzeug 8 (LF 8) in der Wache Nord in Dienst gestellt. Die EDV hielt nun ebenfalls Einzug in die Feuerwehr. Der Neubau der Doppelfahrzeughalle, des Unterrichtsraumes und der Küche in der Wache Nord, beschäftigte das Bauamt und die Kameraden in den nächsten Jahren. Durch die Erweiterung der Stellmöglichkeit, konnte im Jahre 1996 ein Mehrzwecktransportfahrzeug (MZF) mit Hebebühne angeschafft werden.
Die schnelle Entwicklung der Kommunikationsmittel machte die Erweiterung und den Umbau der Nachrichtenzentralen notwendig.
Bei den Hochwassern in den Jahren 1994 und 1995 wurden alle Hilfskräfte im Stadtgebiet und der städtische Bauhof rund um die Uhr von diesen Feuerwehreinsatzzentralen koordiniert. Durch die Einführung der Nomex-Schutzjacken und Hosen, sowie Kopf-hauben und neuen Schutzhandschuhen wandelte sich das Bild der Feuerwehrangehörigen. Der Einsatz der Überdruck Preßluftatmer mit dem Modell „Dräger PA 94“ brachte den Atemschutz auf den neuesten Stand der Technik. Aus den Mitgliedern der Jugendfeuerwehr wurde zur Jahreshauptversammlung 1996 erstmals eine Feuerwehrkameradin in die Reihen der Wehrmänner aufgenommen.
Der Umgang mit Strahlenschutzausrüstung und Gerätschaft für gefährliche Stoffe erforderte eine umfassende Ausbildung für die Feuerwehrangehörigen.
Kontinuierlich wurde das Nachrichtenwesen, mit Funkmeldeempfängern für die Feuerwehrmänner, Funkgeräten für die Fahrzeuge und den Nachrichtenzentralen ausgebaut.
Der Kreis stationierte das Mehrzweckboot (MZB) und das Einsatzleitfahrzeug (ELW II) in Lahnstein.
Mit dem Ausscheiden des Wehrleiters Jürgen Aporta im Januar 1988 wurde durch Neuwahl der Zugführer der Wache Süd, Hauptbrandmeister Horst Jahn, als Wehrleiter bestimmt. Die Leitung der Wache Süd übernahm ab Mai des selben Jahres Brandmeister Klaus Gitzen.
Im Jahre 1990 wurde das Löschfahrzeug 8 (LF 8) in der Wache Nord in Dienst gestellt. Die EDV hielt nun ebenfalls Einzug in die Feuerwehr. Der Neubau der Doppelfahrzeughalle, des Unterrichtsraumes und der Küche in der Wache Nord, beschäftigte das Bauamt und die Kameraden in den nächsten Jahren. Durch die Erweiterung der Stellmöglichkeit, konnte im Jahre 1996 ein Mehrzwecktransportfahrzeug (MZF) mit Hebebühne angeschafft werden.
Die schnelle Entwicklung der Kommunikationsmittel machte die Erweiterung und den Umbau der Nachrichtenzentralen notwendig.
Bei den Hochwassern in den Jahren 1994 und 1995 wurden alle Hilfskräfte im Stadtgebiet und der städtische Bauhof rund um die Uhr von diesen Feuerwehreinsatzzentralen koordiniert. Durch die Einführung der Nomex-Schutzjacken und Hosen, sowie Kopf-hauben und neuen Schutzhandschuhen wandelte sich das Bild der Feuerwehrangehörigen. Der Einsatz der Überdruck Preßluftatmer mit dem Modell „Dräger PA 94“ brachte den Atemschutz auf den neuesten Stand der Technik. Aus den Mitgliedern der Jugendfeuerwehr wurde zur Jahreshauptversammlung 1996 erstmals eine Feuerwehrkameradin in die Reihen der Wehrmänner aufgenommen.
Im Frühjahr 1996 wurde der Gerätewagen „Technische Unfallhilfe“ (GW) durch einen Rüstwagen (RW I) ersetzt. Mit diesem Fahrzeug stand den Helfern die zur damaligen Zeit modernste Ausrüstung für technische Hilfeleistungen zur Verfügung. Anfang des Jahres 1997 wurde vom Land Rheinland-Pfalz ein neukonzeptiertes Rettungshundetransportfahrzeug (RHF) in Dienst gestellt. Weiter Baumaßnahmen in den Jahren veränderten das Bild des Marktplatzes. Die Ausstellungshalle für das alte Löschfahrzeug, mit Anbau für Hochwassergerätschaft wurde in Eigenleistung durchgeführt.
Der Einbau der Chemieschutzwerkstatt im Jahre 2001 wurde mit großer Beteiligung der Kameraden der Wache Nord durchgeführt. Nun ist es möglich mit einer Industriewaschmaschine die gebrauchten Vollschutzanzüge zu reinigen und mit der neuangeschafften Gerätschaft zu prüfen. Im Sommer des Jahres 2003 wurde das LF 16/12 in Dienst gestellt. Ein Hilfeleistungslöschfahrzeug des neuen Fahrzeugkonzeptes des Landes RLP, das „Mädchen für Alles“, arbeitet mit seiner Mannschaft und Gerätschaft die Mehrzahl aller Einsätze ab. Ebenso wurde die Ersatzbeschaffung für den Mannschaftstransportwagen (MTW) durchgeführt.
Die Erreichung der Altersgrenze, bestimmt durch das Landesbrand- u. Katastrophenschutzgesetz, erforderte im Herbst 2003, dass unser langjähriger Wehrleiter, Kamerad Horst Jahn, den Kommandostand verließ. Eine gelungene Verabschiedungsfeier mit seinen langjährigen Kameraden aus Nah- u. Fern, war unser Dankeschön für seine 16-jährige Dienstzeit als ranghöchster Feuerwehrmann in der Städtischen Feuerwehr.
Als neuer Wehrleiter wurde HBM Klaus Gitzen am selben Abend durch OB Labonte ernannt. Durch seine Funktionsaufgabe als Wachleiter der Wache Süd, rückte OBM Peter Christ als Wachleiter nach und ein Führungswechsel wurde dadurch vollzogen.
Ersatzbeschaffung für den ELW 1 wurde im Sommer 2006 mit einem VW LT 35 getätigt.
Laptop, Multifunktionsgerät, UMTS, Internet, BOS-Funk, gehören in dieses hochwertige fahrende Büro.
Unser Kamerad Friedhelm Maxeiner, Wachleiter Wache Nord und stellvertretender Wehrleiter, wurde im Mai 2008 nach 46 jähriger Dienstzeit würdevoll in den Feuerwehrruhestand verabschiedet. Gäste aus Nah und Fern nahmen an der Verabschiedungsfeier in der Wache Nord teil. Gleichzeitig wurde Hauptbrandmeister Hans-Josef Kadenbach zum neuen Wachleiter der Wache Nord ernannt. Im Herbst 2009 feierte die Jugendfeuerwehr ihr 40-jähriges Jubiläum. Das Eintrittsalter der Jugendlichen in die aktive Wehr wurde entsprechend der Vorgabe des LBKG auf das 16. Lebensjahr gesenkt. Die Rettungshundestaffel konnte auf 25 erfolgreiche Dienstjahre zurückblicken. Zahlreiche Vermisstensuchen im In- und Ausland fanden weltweite Anerkennung. Oft wurden Menschen in schwierigen Situationen unter Mithilfe der treuen Vierbeiner gerettet.
Als neuer Wehrleiter wurde HBM Klaus Gitzen am selben Abend durch OB Labonte ernannt. Durch seine Funktionsaufgabe als Wachleiter der Wache Süd, rückte OBM Peter Christ als Wachleiter nach und ein Führungswechsel wurde dadurch vollzogen.
Ersatzbeschaffung für den ELW 1 wurde im Sommer 2006 mit einem VW LT 35 getätigt.
Laptop, Multifunktionsgerät, UMTS, Internet, BOS-Funk, gehören in dieses hochwertige fahrende Büro.
Unser Kamerad Friedhelm Maxeiner, Wachleiter Wache Nord und stellvertretender Wehrleiter, wurde im Mai 2008 nach 46 jähriger Dienstzeit würdevoll in den Feuerwehrruhestand verabschiedet. Gäste aus Nah und Fern nahmen an der Verabschiedungsfeier in der Wache Nord teil. Gleichzeitig wurde Hauptbrandmeister Hans-Josef Kadenbach zum neuen Wachleiter der Wache Nord ernannt. Im Herbst 2009 feierte die Jugendfeuerwehr ihr 40-jähriges Jubiläum. Das Eintrittsalter der Jugendlichen in die aktive Wehr wurde entsprechend der Vorgabe des LBKG auf das 16. Lebensjahr gesenkt. Die Rettungshundestaffel konnte auf 25 erfolgreiche Dienstjahre zurückblicken. Zahlreiche Vermisstensuchen im In- und Ausland fanden weltweite Anerkennung. Oft wurden Menschen in schwierigen Situationen unter Mithilfe der treuen Vierbeiner gerettet.
Wir müssen in die Zukunft sehen! Die Beschaffung der Drehleiter (DLK 23/12) und des Löschfahrzeuges (LF 20/12) stehen an. Die immer weiterführende Spezialisierung der Feuerwehr-Technologie hat bereits zu Diskussionen über Änderungen in der Einsatztaktik geführt. Die Reformierung der Feuerwehrverordnung wird sich in der Palette der Einsatzfahrzeuge wiederspiegeln. Die Einführung des Digitalfunkes im Jahre 2011 wird die Analoge Funktechnik verdrängen. Der Gedanke des Neubaus der Feuerwache Nord, im Herbst 2006 geboren, in den Folgejahren geplant und mit der Umsetzung ab dem Jahre 2010 begonnen, ist ein Meilenstein in der Geschichte der Feuerwehr Lahnstein. Auch wenn die öffentlichen Kassen immer schmäler werden, so ist doch jede Anschaffung zum Wohle der Bürger und notwendig für deren Hilfe im Notfall.
Unsere Politiker, sind mehr als je gefordert, uns als bürgerschaftliche Einrichtung in unserer Gesellschaft zu verankern. Es wird vor allem notwendig sein, den gesellschaftspolitischen Aspekt der Feuerwehr innerhalb des heutigen und zukünftigen demokratischen Staatswesens zu erneuern und immer wieder herauszustellen.
Diskussionspunkte:
· Die Wertigkeit des Ehrenamtes in der wandelnden Struktur der Gesellschaft
· Die soziale Absicherung der Arbeitsplätze der im Einsatz, in der Aus- und Fortbildung stehenden Feuerwehrangehörigen
· Die zeitliche Überforderung der Feuerwehrfrau und des Feuerwehrmannes, durch immer weitere Zuteilung neuer Aufgabenfelder
· Die demographische Entwicklung der Bevölkerung
· Die soziale Absicherung der Arbeitsplätze der im Einsatz, in der Aus- und Fortbildung stehenden Feuerwehrangehörigen
· Die zeitliche Überforderung der Feuerwehrfrau und des Feuerwehrmannes, durch immer weitere Zuteilung neuer Aufgabenfelder
· Die demographische Entwicklung der Bevölkerung
Über diese Themen müssen wir mit unseren Politikern und Mitbürgern diskutieren. Wir werden uns diesen Themen stellen.
Abschließend möchten wir feststellen, dass es ein langer Weg war vom Löscheimer, über den Hydrophor bis zum heutigen technischen Stand in unserer Feuerwehr. Uns und allen, die jeweils in der Feuerwehr aktiven Dienst taten, ist und war die gestellte Aufgabe eine Herausforderung, getreu unserem Wahlspruch „Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr“, den Bürgern den optimalen sach- und fachgerechten Schutz innerhalb kürzester Zeit Tag und Nacht zu gewährleisten. Nur wenn alle Komponenten der Feuerwehr stimmen - Mannschaft, Motivation und Gerät - kann die Freiwilligkeit erhalten bleiben. Somit kann der Geist unserer Urgroßväter von Generation zu Generation weitergetragen werden, um auch in Zukunft die Freiwillige Feuerwehr Lahnstein weiter zu tragen.
Dezember 2009 Klaus Gitzen
Wehrleiter
